Erdbeben in Kroatien

Hoffnung für Kroatien
Spendenaktion im Augustinum

Ein starkes Erdbeben erschütterte Kroatien am 29. Dezember 2020 und forderte mehrere Menschenleben. Das Beben, das eine Magnitude von ca. 6,5 erreichte, hinterließ ein riesiges Chaos. Häuser und Wohnungen vieler Gebiete liegen in Trümmern, Dutzende Menschen wurde obdachlos. Nun gilt es zu helfen.

Wir sammeln bis 12. Februar 2021 Spenden, um zwei Familien bei der Renovierung ihrer Häuser zu helfen. Die Spenden werden in Vereinbarung mit den Familien für den Kauf von Baumaterialien verwendet.

Dr. Dalibor milas, spiritual

AT15 3800 0000 0436 6241

Verwendungszweck: Hoffnung

Das Epizentrum lag in der kroatischen Kleinstadt Petrinja, 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kroatiens. Das Beben verwüstete neben Petrinja auch die Kleinstädte Sisak und Glina sowie dazwischen liegende Dörfer. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, sieben Menschen kamen ums Leben, 26 weitere erlitten Verletzungen.

Da ich nicht einfach wegschauen konnte, entschied ich mich kurzfristig, ins Erdbebengebiet nach Kroatien zu fahren, um den betroffenen Menschen zu helfen. Ich habe dort Menschen getroffen, die gezittert und geweint haben und verängstigt waren. Zudem konnte man fast nichts sehen, denn der Strom war ausgefallen und die Nacht angebrochen. Zum Glück liefen ein paar Generatoren, die ein bisschen Licht erzeugten. Viele Menschen verbrachten die folgenden Nächte im Freien oder in ihren Autos.

Mit ein paar Freiwilligen war ich am nächsten Morgen in einem zerstörten Haus, als auf einmal die Erde wieder zu beben begann. Natürlich rannten wir sofort wieder hinaus, doch da war auch wieder alles vorbei. Das Beben, so die Nachrichten, soll 22 Sekunden lang gedauert haben. Uns kam es aber wie Minuten vor. Ich habe schon einige Erdbeben erlebt, aber so stark habe ich es noch nie gespürt und konnte dadurch verstehen, wodurch die große Panik in den Augen der Menschen verursacht wurde. Ein Gefühl der Hilflosigkeit macht sich in diesen Augenblicken breit. Sieht man sich die Bilder der Stadt nach dem Beben an, bekommt man lediglich einen Bruchteil des Ausmaßes zu sehen. Wenn die letzten Bagger irgendwann wieder abgerückt sind, bleiben die Betroffenen, die ihre Häuser, Wohnungen und die gesamte Einrichtung verloren haben, meist auf einem großen Teil der Schäden sitzen. Und gerade in dieser wirtschaftlich schwachen Region fällt es den Menschen schwer, sich davon wieder zu erholen.

Daher hat das Pastoralteam entschieden ganz konkret zu helfen und zwei junge Familien einer Pfarre der Diözese Sisak, die ich persönlich kennenlernen durfte, zu unterstützen.

Dalibor Milas
für das Campus Pastoralteam

Ansprechpartner