Erasmus+

Erasmus+ Short-Term Mobility
Parkano, Finnland, von 25.01. bis 04.02. 2026
Anna Mia Unger und Clara Katzianer

Neue Erfahrungen im hohen Norden

Am 25.01. ging es los. Um 6 Uhr stiegen wir in Graz in den Zug und fuhren 2 Stunden nach Wien. Eine aufregende Reise begann. Am Wiener Flughafen angekommen, nahmen wir den Flieger nach Helsinki. In Finnland spürten wir sofort den Kulturunterschied. Tiefer Winter hatte uns empfangen. Ab sofort sollten Temperaturen von -25 Grad keine Seltenheit mehr sein. Von Helsinki aus bestiegen wir den Zug Richtung Oulu, mussten in Tikurilla umsteigen und kamen schließlich spätabends in Parkano an, wo wir bereits von unseren Gastgeschwistern Wilma und Inka erwartet und aufs Wärmste willkommen geheißen wurden.

Am selben Abend noch durften wir zum ersten Mal eine echte finnische Sauna erleben. Das sollte nicht unser einziges cooles Erlebnis werden. Unsere Gastfamilien wohnten nur drei Kilometer voneinander entfernt, also konnten wir viel zusammen unternehmen. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Wir waren Eislaufen, aßen bei Hessburger’s (einem Finnischen Mc Donald’s) und gingen Langlaufen auf einem zugefrorenen See.

Erwähnenswert ist aber wirklich das finnische Schulsystem: Als wir am Montag in der Schule Parkanon Lukio unseren ersten Schultag hatten, der übrigens erst um 8:45 begann, fielen uns sofort viele Unterschiede zum österreichischen Schulsystem auf. Zum Beispiel wurden in der Schule keine Schuhe getragen – man musste also mit Socken herumlaufen – das Essen war gratis, es gab elektronische Tafeln und Sitzkissen in den Klassen. Dadurch, dass man die Lehrer duzte, herrschte ein entspannter und freundlicher Umgang, der im ganzen Schulhaus zu spüren war. Definitiv ein Highlight war für uns der Besuch in Tampere, wo wir ein Eishockeyspiel des städtischen Hockeyteams Ilves gegen ein anderes Team besuchten. Diese tolle Erfahrung wurde nur noch durch den Besuch einer Eissauna und das anschließende Eisbad getoppt.

„Die tägliche Erfahrung lehrt, dass diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen“ (Francois Pierre Guillaume Guizot)

Mitnehmen werden wir uns auf jeden Fall neue Freundschaften, unvergessliche Erlebnisse, wie man mit hohen Minusgraden umgeht (wir hatten teilweise bis zu -30 Grad) und die neu erworbenen Kenntnisse bezüglich Selbstmanagement.

Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung machen durften, unser Dank gilt vor allem Frau Professor Paar, die uns in allen Situationen in der Vorbereitung und auf der Reise jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand.